Was kann bei einem “on-demand feature” in einem Auto schon schief gehen…

Ich weiß, wir sollen visionär denken.
Ich weiß auch, dass ich – ganz konträr zu meiner starken Technik-Affinität – doch recht bodenständig gestrickt bin.

Aber wer bitte kommt auf die Idee, einem Auto zusätzliche Features wie mehr PS, eine andere Fahrwerksabstimmung oder dynamisches Kurvenlicht als herunterladbares Update anzutrainieren?

Porsche.

Lutz Meschke, der stellvertretende Vorstandsvorsitzende von Porsche hat diese Ideen im Medien-Portal von Porsche so formuliert:

Wir werden zunehmend Funktionen “on demand“ anbieten.
Stellen Sie sich vor, Sie könnten sich per Software-Update over-the-air kurzfristig ein paar zusätzliche PS oder eine andere Fahrwerksabstimmung runterladen, wenn Sie am Wochenende auf die Rennstrecke wollen – oder dynamisches Scheinwerferlicht, wenn Sie eine lange Nachtfahrt vor sich haben.

Und auch noch over-the-air.

Ne, ne, da kann ich mir gar nicht ausmalen, was da schief gehen könnte.
Puh.

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KI ist nicht alles – Menschen überwachen Menschen

Die Angst vor Überwachung immer auf eine übermächte KI zu schieben, ist ungefähr so zielführend wie die Attribuierung jeglicher Cyber-Attacken auf die Russen zurück zu führen.

Wenig hilfreich.

Manchmal – wahrscheinlich viel öfter als wir denken – überwachen Menschen Menschen.

Wie in diesem Fall bei Expensify.

Expensify setzt für die Erfassung von Belegen den Amazon-Dienst Mechanical Turk ein.
Bei Mechanical Turk handelt es sich um menschliche Arbeiter, die in manueller Arbeit die Tätigkeiten erledigen, die KI eben nicht hinbekommt.
Und dabei kommt es halt auch mal vor, dass ein Mensch direkt Einblick in die Lebenswirklichkeit anderer Menschen bekommt.

Also: Machen wir uns – nicht zu viel – Ängste über die übermächtige KI.

Nicht Waffen töten Menschen.
Menschen töten Menschen.

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