Sharing is…

caring! Ach, nee, das war ja The Circle.

Sharing scheint eher zu mehr Staus und einer langsameren Durchschnittsgeschwindigkeit zu führen.

Das hat jetzt zumindest eine Studie der San Francisco County Transport Authority (SFCTA) für den Großraum San Francisco ergeben.

Nun, eine weitere Fehleinschätzung war wohl auch die Annahme, dass mehr Carsharing zu weniger Verkehr führt, weil Autonutzer jetzt vom eigenen heiligen Blechle auf das geteilte Blechle umsteigen…

Statt dessen steigen jetzt Menschen ohne Auto auf geteilte Autos um und vermehren den Individualverkehrsirrsinn…

Biometrie am Bahnhof Südkreuz – und wie der CCC die Ergebnisse sieht

Die Bundespolizei hat den Test der biometrischen Erkennung von Passanten am Bahnhof Südkreuz in Berlin “erfolgreich” abgeschlossen.

Der Chaos Computer Club (CCC) sieht das deutlich anders und begründet dies auch ausführlich.

Das Debakel des Testlaufs bietet jedoch einen positiven Lichtblick, um sich vor der ausufernden Videoüberwachung zu schützen:

Man drehe einfach das eigene Gesicht um mehr als 15 Grad von der Kamera weg. Damit ist eigentlich alles gesagt, was die Sinnhaftigkeit und Einsatztauglichkeit solcher Systeme angeht.

erdgeist, CCC

Millenials, schlaut euch auf!

“Ja, ja, die Jüngeren kennen sich richtig gut aus mit den Computern!”.

So oder ähnlich höre ich die Lobpreisungen auf die Millenials und die Digital Natives, wenn ich mit Silver Surfern über die jüngere Generation spreche.

Ich halte diese Aussage ja für sehr gewagt und wurde jetzt in meiner Annahme von Microsoft gestärkt (diesen Tag muss ich mir rot im Kalender markieren).

Hat Microsoft doch in einer Studie festgestellt, dass gerade die Millenials (Menschen zwischen 24 und 37 Jahren) leicht Opfer von Betrugsmaschen werden, die auf vermeintlichen Support-Anrufen (Tech Support Scam) aufbauen.

Nun, wie reagieren?

Mein Tipp: Weg von Microsoft als Plattform, auf der ich arbeite.

Denn: Habe ich kein Microsoft auf dem Rechner, kann ich mir ganz sicher sein, dass ein Support-Anruf von Microsoft Schwindel ist.

Phishing im Wolfspelz

Oha, da hat Trend Micro eine neue und sehr perfide Form des Phishings entdeckt.

Angreifer kapern die laufende E-Mailkommunikation (indem sie den E-Mailaccount hacken) und antworten mit Mails, die im Anhang Schadsoftware enthalten (hier versteckt in einer Word-Datei) – im vorgefundenen Fall URSNIF, ein Trojaner, der Informationen über das kompromittierte System und den Nutzer sammelt und an den Angreifer weiterleitet.

Also, jetzt bitte noch mehr Obacht bei unerwarteten E-Mailanhängen!

I am not a number – I am a free man!

Also, vielleicht wären Nummern ja doch die Lösung für das furchtbare Datenschutz-Dilemma, dem sich die Wiener Wohnen, die kommunale Hausverwaltung der Stadt Wien, jetzt gegenüber steht.

Haben sich jetzt doch nach einer Anfrage eines Mieters die Namen auf den Klingelschildern als ein Verstoß gegen die DS-GVO gezeigt.

Also, Iron Maiden, dann vielleicht doch lieber: I am a number – I am a free man!

Updaten? Nee, wechseln!

Sicherheitslücken wird es immer geben – aber manchmal sollten wir diese zum Anlass nehmen, das sicherheitsdurchlöcherte Produkt zu wechseln: In diesem Fall – WhatsApp.

Die Lücke, die es durch einen Videoanruf bei einem WhatsApp-Kontakt ermöglichte, dessen Endgerät zu übernehmen, ist zwar mittlerweile gefixt, aber wer nicht updatet ist weiterhin bedroht.

Und außerdem will ich diesen Bug dazu nutzen, euch mal wieder zum Messenger-Wechsel aufzurufen.

Es gibt genug Alternativen da draußen – und die sind alle besser, als bei der Datenkrake WhatsApp/Facebook zu bleiben!

Also, habe Mut, dich eines anderen Messengers zu bedienen!

Die AfD in schöner Denunzianten-Tradition

Ja, die alten Tricks sind immer noch die Besten:

Unter dem Deckmantel des Schutzes des Neutralitätsgebots der Lehre werden Schüler jetzt aufgefordert, Lehrer zu melden, die sich kritisch gegenüber der AfD äußern.

Und ganz prima bei diesen Denunziantenplattformen der AfD ist, dass hier die Meldung auch anonym möglich ist.

Ich könnt spucken.

Und leise hör ich Sting singen: “History will teach us nothing.”

Videoüberwachung für alle!

Ja, für alle, die auf die mehr als 1,3 Millionen digitalen Videokameras und Festplattenrecorder, die auf Hardware der Firma Xiongmai aufbauen, basieren.

Diese Geräte verfügen alle über ein voreingestelltes Standardpasswort – welches nachträglich auch nicht geändert werden kann.

Und da als Identifikator die MAC-Adresse verwendet wurde und keine zufällig gewählte ID, macht dieser Punkt es einem Angreifer auch besonders einfach, die Kameras reihenweise im Internet zu finden – es ist deutlich einfacher, von einer bekannten MAC auf die nächste vergebene zu schließen.

Was bleibt einem Nutzer einer solchen Überwachungskamera jetzt übrig?

Die Kamera vom Netz nehmen und ein Modell wählen, bei dem das Passwort geändert werden kann.

Denn ob die Firmware der betroffenen Geräte aktualisiert wird, halte ich für fraglich.

Apple und das Right to Repair – aber nur bei Apple

Das Apple nicht gerade der größte Verfechter des Right to Repair ist, ist keine Neuigkeit.

Aber es koinzidiert doch ganz gewaltig, dass just in diesem Oktober, der zum Monat des Reparierens ausgerufen wurde, Apple bekannt gegeben hat, dass gewisse Reparaturen an Apple-Hardware nur noch von autorisierten Servicebetrieben durchgeführt werden dürfen.

Ätzend, wie ich finde.

Fluggastdatenbank – endlich noch mehr Daten!

Seit dem 29. August ist endlich die deutsche Fluggastdatenbank online!
Naja, momentan erst befüttert aus schwächlichen drei Fluglinien, aber keine Sorge: alle anderen nicht militärischen Flugdienste müssen ihre Fluggastdaten auch abliefern.

Damit diese dann für fünf Jahre gespeichert werden.

Endlich genug Zeit, um was Schönes mit den Daten zu machen.