Löschen ist einfach nicht vorgesehen – auch bei Match.com nicht

Wir können auch sagen, Gelöschte leben länger.

Große Überraschung bei ehemaligen Nutzern der Datingplattform match.com:
Tauchten ihre gelöschten Accounts doch unversehens wieder an der Oberfläche der virtuellen Wirklichkeit auf.

Nunja, ein erneuter Beweis für die Tatsache, dass Löschen im Internet einfach nicht vorgesehen ist.

Wenn wir auf Nummer Sicher gehen wollen, geben wir Daten von uns einfach gar nicht preis.

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Die DS-GVO kommt – auch für kleine Unternehmen

Die DS-Gwas? kommt?

Nie gehört – das hat auch eine Umfrage des Gesamtverbandes der Versicherungswirtschaft ergeben.

Gerade einmal 22% der KMU sind auf die vollkommen überraschend in Kraft tretende Datenschutzgrundverordnung vorbereitet.

Naja, nicht verzweifeln, immerhin gibt es ja Menschen die an dieser Stelle Unterstützung anbieten.

Ich, zum Beispiel.

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Einige Gedanken zu den Dumb F*cks

Martin Hellweg hat die Situation um Facebook und deren Geschäftsmodell mit dem Datenhandel seiner User, den “Dumb Fucks” wie Mark Zuckerberg diese 2004 aufgrund ihrer Vertrauensseligkeit alles persönliche einer unkontrollierbaren Softwareplattform anzuvertrauen, nannte in einem schönen Blog-Post zusammengefasst.

Dabei bleibt er durchaus nicht nur bei einem Facebook-Bashing, sondern stellt auch einige Ansätze vor, wie wir aus der Situation des ewigen und unkontrollierten Datenhandels ausbrechen können.

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beA – hoffentlich eine bald endende Story

So, nachdem der beA-Server (das besondere Anwaltspostfach) bereits im Januar 2018 aufgrund massiver Sicherheitslücken abgeschaltet worden sind und die BRAK (Bundesrechtsanwaltskammer) ihren Mitgliedern empfohlen hat, die lokale Client-Security von ihren Rechnern zu entfernen, um die Anwalts-PCs nicht zu gefährden.

So kommt jetzt der nächste Abschaltschritt mit der Abschaltung des BRAV (das Bundesweite Amtliche Anwaltsverzeichnis).
Dieses verwaltet so unbedeutende Stammdaten wie Namen, Kommunikationsdaten und die Safe-ID für das beA – also nix, was in falsche Hände geraten sollte.

Die Abschaltung des BRAV war auch dringend nötig, denn in einer der eingesetzten Java-Komponenten klaffte eine enorme Sicherheitslücke.
Eine Lücke, die bereits 2016 geschlossen wurde.

Es erhöht doch massiv das Vertrauen, wenn für eine so datenschutzkritische Anwendung wie das beA veraltete Software eingesetzt wird.

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Facebook und wie es Werbung (voraus)sieht

Während sich der US-Kongress noch mit den Nutzerdaten von Facebook aus der Vergangenheit, die an Cambridge Analytica geflossen sind auseinandersetzt, schaut Facebook bereits in die Zukunft.

Und zwar in unsere.

FBLearner Flow ist eine KI-Plattform, die unser Nutzerverhalten für die Zukunft vorhersagen soll, damit uns Produkte angeboten werden, für die wir uns zukünftig interessieren sollen.

ProPublica hat in diesem Zusammenhang herausgefunden, dass Facebook dazu einen Katalog von 29.000 unterschiedlichen Kategorien verwendet, die auf jeden Nutzer angewendet werden.

Un-fass-bar.

Nicht nur, dass ich diesen Prediction-Irrsinn schon im polizeilichen Bereich für Confirmation-Bias-überladenen Humbug halte, so ist es im Marketing-Bereich ja ganz klares selbsterfüllendes prophezeien:

“Ich sage dir heute, was du morgen kaufen wirst; und zwar aufgrund dessen, was wir über dich denken, wie du sein wirst.”

Ja, is klar, ne.

Schwachsinn.

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Verimi Single Sign-On – das ist dann der Single Point of Failure

Auch wenn es deutsche Anbieter sind – Single Sign-On ist eine schlechte Lösung für die Privatsphäre.

Verimi soll eine europäisch-datenschutzaffine Alternative zu den Single Sign-On Diensten von Facebook und Google sein.

Aber es ist immernoch eine Katastrophe für den Schutz eurer Daten.

Der Schutz unserer Daten und unserer Privatsphäre bedeutet mehr Aufwand.

  • Ja, das ist anstrengend.
  • Ja, das ist unbequemer als alles in die Hand eines Anbieters, bzw. eines Dienstleisters zu legen.

Aber wir müssen immer abwägen zwischen mehr Bequemlichkeit oder mehr Datenschutz.
Beides geht nicht gleichzeitig.

Die Zugangsdaten zu unseren unterschiedlichen Diensten behalten wir lokal bei uns – und zwar für jeden Dienst ein eigenes Passwort.

Nicht alles in eine Hand legen – auch wenn diese Hand in Europa ist.

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Was Facebook kann, kriegen die Kommunen auch hin

Keine Idee ist für die Politik zu hirnrissig.

Sehen wir doch jetzt klaren Blickes, dass Datenhandel nicht unbedingt zur Freude der datengehandelten Datenlieferanten beiträgt.

Nein, es scheint noch nicht klar genug zu sein, denn nun schlägt Gerd Landsberg, Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes, vor, dass sich die Kommunen doch auch am Datenhandelspiel beteiligen sollten und die Daten ihrer Schutzbefohlenen (also unser allen Daten) verkaufen sollten.

Auch die Städte und Gemeinden müssen sich noch mehr klar machen, dass Daten das Öl des 21. Jahrhunderts sind und sich damit wichtige Einnahmen erzielen lassen“

Ich könnt kotzen.

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