Digitale Bildung als Wahlkampfgetöse

Die Forderung nach „digitaler Bildung“ bereits ab der Grundschule, um den Schülern „spielerischen Zugang zur digitalen Welt“ zu bieten, so wie es die SPD in Ulm fordert, halte ich für wenig durchdachtes Wahlkampfgeschwätz.
Dabei soll Calliope – ein Einplatinencomputer – zum Einsatz kommen.
Mir gefallen an diesem Vorschlag einige Grundgedanken nicht:
spielerischen …

Die Forderung nach „digitaler Bildung“ bereits ab der Grundschule, um den Schülern „spielerischen Zugang zur digitalen Welt“ zu bieten, so wie es die SPD in Ulm fordert, halte ich für wenig durchdachtes Wahlkampfgeschwätz.
Dabei soll Calliope – ein Einplatinencomputer – zum Einsatz kommen.
Mir gefallen an diesem Vorschlag einige Grundgedanken nicht:
spielerischen Zugang zur digitalen Welt müssen wir nicht erst schulisch schaffen – der ist zu diesem Zeitpunkt schon längst Realität.
An dieser Stelle sollte eher der kritische Umgang damit betrachtet werden.
Die Nähe der Calliope gGmbH zu Internetunternehmern, die ein Predictive-Behavioral Targeting-Modell für dynamisch angepasste Werbung mit aufgebaut haben, lässt mich diese Forderung sehr kritisch betrachten.
Alles in Allem, halte ich die Forderung nach „digitaler Bildung“ in dieser Form für zu unreflektiert.
Einfach Technik auf die Schüler zu werfen und zu hoffen,  dass dadurch eine bessere Bildung entsteht, ist der falsche Weg.
Wir müssen zunächst die Lehrer ausbilden, damit diese die Bildung mit technologischer Unterstützung verständlich vermitteln können und die Schüler auf ihrem Weg in eine digitale Welt begleiten können.