Die WM ist auch für einen Datenreichtum gut

Mir fällt es wirklich schwer, den positiven Nutzen aus manchen Entwicklungen im Digitalbereich zu sehen.
So auch hier bei Panini.
Diese Klebebildchen zu allen möglichen periodisch stattfindenden (Sport)Ereignissen wie Olympiaden, Europa- oder Weltmeisterschaften haben schon lange die Jagd- und Sammelleidenschaft vieler Klebebildbegeisterter Sammler beschäftigt.
Finde ich auch toll, denn …

Mir fällt es wirklich schwer, den positiven Nutzen aus manchen Entwicklungen im Digitalbereich zu sehen.
So auch hier bei Panini.
Diese Klebebildchen zu allen möglichen periodisch stattfindenden (Sport)Ereignissen wie Olympiaden, Europa- oder Weltmeisterschaften haben schon lange die Jagd- und Sammelleidenschaft vieler Klebebildbegeisterter Sammler beschäftigt.
Finde ich auch toll, denn sowas fördert ja echte und direkte kohlenstoffbasierte Interaktion, denn muss die Bildchen ja physisch austauschen und das geht halt grad nur im echten Leben.
Schön.
Umso mehr wundere ich mich, warum es denn hierfür eine Online-Plattform wie Mypanini geben muss?
Und bei dieser Plattform gab es jetzt einen schönen Datenreichtum.
Die Plattform leakte Fotos – als Nutzer konnte man personalisierte Klebebilchen mit den Konterfeis der Lieben erzeugen – und weitere personenbezogene Daten der Nutzer.
Besonders kritisch ist dies, da es sich häufig um die Fotos (und teilweise auch Namen, Geburtsdatum und vollständige Adresse) von Kindern und Kleinkindern handelt.
Das macht mich echt wütend.
Lernen die Eltern / Großeltern / Onkels / Tanten und sonstige Angehörige eigentlich endlich verantwortungsvoll mit den Daten ihrer Schutzbefohlenen umzugehen?
Was ist denn schwierig daran zu verstehen:

Wenn du jemanden liebst, dann lädst du sein Bild nicht auf irgendeine Onlineplattform hoch.

Herrgott nochmal.

Was kostet denn so eine staatliche Überwachung?

6 Millionen €.
Das konnte netzpolitik.org aus sieben Anfragen an das Parlament zum Thema Staatstrojaner recherchieren.
Und das sind nur die Entwicklungskosten für RCIS (Remote Communication Interception Software) 2.0 Mobile.
Aus den Dokumenten gehen noch einige andere leckere Fakten hervor:
es gab in vergangenen zehn …

6 Millionen €.
Das konnte netzpolitik.org aus sieben Anfragen an das Parlament zum Thema Staatstrojaner recherchieren.
Und das sind nur die Entwicklungskosten für RCIS (Remote Communication Interception Software) 2.0 Mobile.
Aus den Dokumenten gehen noch einige andere leckere Fakten hervor:
es gab in vergangenen zehn Jahren bereits fünf unterschiedliche Staatstrojaner
aktuell sind davon drei einsatzbereit
* neben den BKA-Eigenentwicklungen RCIS 1.0 Desktop und RCIS 2.0 Mobile sind auch noch kommerzielle Produkte (z.B. FinFisher) im Einsatz
Hmm, und das alles nur, damit wir sicherer leben.
Zweifelhaft.

Auch die Stimme ist ein biometrisches Datum

Dass das Finanzamt an unser Geld will haben wir mittlerweile akzeptiert.
Aber dass das Finanzamt auch an unsere Daten will, ist neu.
Nun, es ist nicht unser Finanzamt, sondern in diesem Fall das HMRC (Her Majesty’s Revenue and Customs), die britische Finanzbehörde.
Die Datenschutz-Organisation Big Brother …

Dass das Finanzamt an unser Geld will haben wir mittlerweile akzeptiert.
Aber dass das Finanzamt auch an unsere Daten will, ist neu.
Nun, es ist nicht unser Finanzamt, sondern in diesem Fall das HMRC (Her Majesty’s Revenue and Customs), die britische Finanzbehörde.
Die Datenschutz-Organisation Big Brother Watch hat nun durch eine Informationsfreiheitsanfrage erfahren, dass die HMRC seit Januar 2017 5,1 Millionen Stimmproben gesammelt hat.
Nur zu Zwecken der Authentifizierung der Bürger, natürlich.
Nun, Großbritannien unterliegt ja allen Brexit-Versuchen zum Trotz aktuell der DS-GVO, also müsste man ja seine Stimmprobe löschen lassen können.
Theoretisch ja – aber…
Big Brother Watch hat in ihrer Anfrage an das HMRC herausgefunden, dass es hierfür keinen Prozess bei der HMRC gibt.
Schade auch.
Naja, aber was da schon schiefgehen, 5 Millionenen Stimmproben…und es hat ja sowieso niemand widersprochen…
…und das HMRC ist sowieso von einer impliziten Einwilligung der Bürger ausgegangen…
Und das wäre dann wohl sowieso schon eine Stimmprobe, wenn jemand laut und vernehmlich „nein“ sagt.
‚weia