Seiten-Insights – Verantwortlichkeits-Ping-Pong bei Facebook

So, da hat Facebook doch zügig auf das Urteil des EuGH reagiert:
Jetzt sind wir also alle (also alle sind in diesem Fall die Useds bei Facebook) in einem Boot – und damit gemeinsam für den Datenirrsinn bei Facebook verantwortlich.
Facebook hat seine Datenschutzrichtlinien so angepasst, dass jetzt Facebook und seine Nutzer Useds gemeinsam verantwortlich sind.
Toller Schritt.
Nene, is zwar unsere Plattform, aber du bist verantwortlich, was wir mit den Daten der Besucher deiner Seite auf unserer Plattform machen – wovon du ja gar nichts weisst.
Ich könnt kotzen.
Leute, geht einfach wo anders hin. Es muss nicht immer Facebook sein.

Wie wäre es mit einem Schlüssel?

Lieber Himmel, wenn wenigstens mehr Bequemlichkeit beim Einsatz neuer und unausgereifter Technologie herauskommen würde.
Aber nein, das was Tesla da bei ihrem Workaround für den Keyless-Entry Hack beim Model S zeigt, ist ja die Höhe.
Jetzt muss die arme gequälte elektromobile Seele eine PIN eingeben, um ihren schönen Tesla zu starten!
Wo bitte ist da denn der Vorteil gegenüber einem klassischen Schlüssel?
Bei einem Schlüssel muss ich wenigstens nicht auf einem blöden Touchpad rumfummeln, um eine PIN einzugeben…
Und dann war Tesla auch bereits seit über einem Jahr über diesen Angriffsvektor informiert.
Na herzlichen Glückwunsch.

Knuddels.de – unseren wöchentlichen Datenreichtum gib uns heute

Ich könnt grad im Strahl spucken, wenn ich das Hohlphrasengedresch höre, welches Knuddels.de sich rausleiert, um ihre Unfähigkeit beim Schutz ihrer Kundendaten zu übertünchen:

„Im Jahr 2012 wurde die Speicherung der Passwörter als Hash eingeführt. Die nicht gehashte Version der Passwörter blieb allerdings erhalten, mit der Nutzer am Versenden ihres eigenen Passworts über unsere Plattform durch einen Filter gehindert wurden“

Also, wir speichern eure Passwörter im Klartext, damit ihr (Nutzer) nicht auf die blöde Idee kommt, die preiszugeben.
Hat ja super geklappt die Idee.
Gebt doch einfach zu, dass ihr keinen Bock habt, euch um die Sicherheit der euch anvertrauten Daten zu kümmern.

Schöne Firma haben Sie da

…wäre doch schade, wenn wir nicht mehr mit Ihnen zusammenarbeiten würden.
So kommt mir gerade die Ansage der Five Eyes hinsichtlich ihrer Wünsche zur „freiwilligen“ Einführung von „gesetzmäßigen Zugangsmöglichkeiten“ vor.
Ich finde es total ätzend, dass immer wieder die gleichen abgedroschenen Argumente herausgekramt werden, um Privatsphäre und Freiheit auf dem Altar der „Sicherheit“ zu opfern.

Die politische Macht von Facebook

Janosik Herder hat sich in einem ausführlichen Artikel bei wired.de Gedanken darüber gemacht, in wie weit Facebook mehr als ein Unternehmen ist und gewissermaßen Regierungsaufgaben im Cyberspace übernimmt.__
Wir sollten uns die Zeit nehmen, die Ideen von Janosik Herder zu hinterfragen und überlegen, welche Konsequenzen (und Möglichkeiten) für uns (virtuell) Regierten daraus erwachsen.

Die Microsoft-Deutschland-Wolke ist tot!

Wahrscheinlich ist es moralisch verwerflich, sich über das Ableben von Dingen zu freuen.
Aber ich mache da mal eine Ausnahme, wenn ich mich über angekündigte Ableben der Microsoft Cloud unter der Ägide der Deutschen Telekom freue.
Zum Ende 2018 sollen die Cloud-Dienste von Microsoft (speziell für die Datenschutz-Jammerer in Deutschland) eingestellt werden.
Ach, wo mir gerade Datenschutz-Jammerer aus den Fingern fließt: Meines Erachtens nutzt man eh keine Microsoft-Produkte, wenn einem Datenschutz am Herzen liegt…
Ja, und nu?
Lieber Himmel, Microsoft ist nicht Speerspitze der technischen Entwicklung. Es soll tatsächlich noch andere Mitspieler im Bereich Office-Produkte geben.
Und die sollte man sowieso On-Premise einsetzen.
Was brauch ich denn meine Tabellenkalkulation in der Wolke??