Urheberrecht als Vorwand für Intransparenz

Da haben wir jetzt doch eine erstaunliche Korrelation:
Kaum ist das Urheberrecht auf europäischer Ebene reformiert, schon nutzt das Bundesinstitut für Risikobewertung dies als Vorwand, eine bereits beantwortete Informationsfreiheitsanfrage der Transparenzplattform FragDenStaat zu blockieren. Und zwar die Veröffentlichung eines Gutachtens über das Gift, äh Pflanzenschutzmittel Glyphosat, welche per einstweiliger Verfügung verboten wurde.

Aber wir leben zum Glück in einem Rechtsstaat.

Und hier hat jeder Bürger die Möglichkeit, eine Informationsfreiheitsanfrage zu stellen.

FragDenStaat unterstützt in diesem Fall den auskunftswilligen Bürger ganz massiv. Unter dem Kampagnentitel #Zensurheberrecht verhindern können wir alle nun aktiv werden und das Gutachten anforden. Das ist wirklich ganz einfach: ein Formular ausfüllen, E-Mail-Adresse bestätigen – und auf das Gutachten warten.

Und das sollten wir mit aller uns bürgerlich zustehenden Macht tun.

Denn wir leben in einem Rechtsstaat – nicht in einer industrie-gesteuerten Lobbykratie.