Digitaler Unverstand als Zeichen politischer Inkompetenz

Vermutlich ist es schlicht ein Zeichen von totaler Orientierungslosigkeit, was das BMI (Bundesministerium des Inneren) da unter Horst Seehofer vorlegt (https://www.golem.de/news/crypto-wars-seehofer-will-messenger-zur-entschluesselung-zwingen-1905-141494.html). Aber selbst mit dieser schwachen Ausrede bombt uns die Forderung nach einer Schnittstelle für den Zugriff auf verschlüsselte Messenger-Kommunikation wieder in die kommunikative Steinzeit.

Daher ist der offene Brief (https://docs.google.com/document/d/17F-OxKJtR8DM9O8jiEfUhxDGguBnJoZ2-lvp9614CyM/edit) von mehr als 100 Unterzeichnern an das BMI ein dringender Aufruf, gegen diesen gefährlichen Schwachsinn, den eine uninformierte und angstgesteuerte Politik mit fadenscheinigen Argumenten hier fordert, dringend als Korrektiv nötig.

Hoffentlich liest es jemand, der die Kritik auch versteht.

Ansonsten sehe ich tiefschwarz für unsere Freiheit – und unsere digitale Zukunft.

Weg von WhatsApp – ein weiterer Grund

Falls die bislang hartnäckigen WhatsApp-Nutzer noch einen Grund brauchen, um endlich diesem Messenger den Rücken zu kehren, wie wäre es damit:

Ab 2020 wird WhatsApp Werbung einblenden.

Nein!Doch!!Ooh!!!

Wer hätte das gedacht.

Und zwar so richtig. Bildschirmfüllend sollen sie sein, die Status Ads. So hat es Facebook selbst auf dem Facebook Marketing Summit in Rotterdam enthüllt.

Stell ich mir super vor. Genau was ich schon immer haben wollte: Bildschirmfüllende Werbung beim texten. Aber ich habe nichts anderes erwartet von einer Werbeplattform. Und genau das ist Facebook. Vielleicht versteht es irgendwann auch der Letzte, wenn es ihm bildschirmfüllend diese Nachricht ins Gesicht brüllt.

Updaten? Nee, wechseln!

Sicherheitslücken wird es immer geben – aber manchmal sollten wir diese zum Anlass nehmen, das sicherheitsdurchlöcherte Produkt zu wechseln: In diesem Fall – WhatsApp.

Die Lücke, die es durch einen Videoanruf bei einem WhatsApp-Kontakt ermöglichte, dessen Endgerät zu übernehmen, ist zwar mittlerweile gefixt, aber wer nicht updatet ist weiterhin bedroht.

Und außerdem will ich diesen Bug dazu nutzen, euch mal wieder zum Messenger-Wechsel aufzurufen.

Es gibt genug Alternativen da draußen – und die sind alle besser, als bei der Datenkrake WhatsApp/Facebook zu bleiben!

Also, habe Mut, dich eines anderen Messengers zu bedienen!