Weg von WhatsApp – ein weiterer Grund

Falls die bislang hartnäckigen WhatsApp-Nutzer noch einen Grund brauchen, um endlich diesem Messenger den Rücken zu kehren, wie wäre es damit:

Ab 2020 wird WhatsApp Werbung einblenden.

Nein!Doch!!Ooh!!!

Wer hätte das gedacht.

Und zwar so richtig. Bildschirmfüllend sollen sie sein, die Status Ads. So hat es Facebook selbst auf dem Facebook Marketing Summit in Rotterdam enthüllt.

Stell ich mir super vor. Genau was ich schon immer haben wollte: Bildschirmfüllende Werbung beim texten. Aber ich habe nichts anderes erwartet von einer Werbeplattform. Und genau das ist Facebook. Vielleicht versteht es irgendwann auch der Letzte, wenn es ihm bildschirmfüllend diese Nachricht ins Gesicht brüllt.

Facebook, schwarzes Brett – egal: Hauptsache öffentlich einsehbar

Lieber Himmel! Wann habt ihr Useds von Facebook eigentlich endlich die Schnauze voll davon, dass eure Daten öffentlich einsehbar rumliegen?

UpGuard, ein australisches IT-Sicherheitsunternehmen, hat zwei weitere Datenlecks bei Facebook gefunden.

Bei diesem Data Breach waren “nur” 146 Gigabyte Daten betroffen, in Summe “nur” 540 Millionen Accounts.

Da fallen die 22000 im Klartext gespeicherten Passwörter, die ebenfalls öffentlich einsehbar waren, doch gar nicht mehr ins Gewicht.

Diese Daten lagen – für alle Online-Welt sichtbar – in ungesicherten AWS-Buckets rum. Und zwar seit Januar 2019!

Wann, so frage ich nochmal, reicht es euch Facebook-Ausgenutzten denn endlich? Was muss denn noch alles passieren, bevor ihr die einzig richtige Konsequenz ergreift – und diesem Datenmoloch die Grenzen aufzeigt und eurer Konto löscht?

Internet like it’s 1899

Mein Glückwunsch an Axel Voss und die 348 Abgeordneten des Europaparlaments, die das Internet, wie wir es bis jetzt in 2019 gekannt haben, zu Grabe getragen haben.

Ich möchte mich nicht in den Chor der Trauernden um das Internet in Gänze einreihen, denn das Internet ist damit nicht abgeschafft.

Aber eben zurückgebombt ins Jahr 1899. Zumindest in Europa. Denn für den Rest der Welt dreht sich die sozial teilende virtuelle Welt ja weiter.

Nur wir in Europa dürfen halt nicht mehr mitspielen. Schade.

Aber frohlocken wir! Dafür haben wir mehr Überwachung, Unfreiheit und Zensur. Ist doch auch schön. Oder?!

Facebook ist halt ein großes Fass…

…da dauert es etwas länger, bis es überläuft.

Aber bitte, liebe Facebook-Nutzer (und damit meine auch euch Instagrammer und WhatsApper!), reicht es euch nicht langsam mal?

Jetzt hat Facebook “versehentlich” hunderte Millionen von Passwörtern im Klartext gespeichert! Im Klartext!

Das ist kein verdammtes “Versehen”! Das ist Schlamperei, die auf das Gröbste gegen die DS-GVO verstößt. Aber selbst eine richtig harte Geldstrafe wird Facebook nicht treffen.

Daher mein Aufruf an euch: Bestraft Facebook, indem ihr diesem gammeligen Werbenetzwerk den Rücken kehrt. Endgültig. Und auch WhatsApp und Instagram.

Wie? Hier ist eine schöne Anleitung dazu.

Warum algorithmische Upload-Filter nicht funktionieren

Terror an sich ist schon schlimm genug. Aber wenn dieser dann auch noch sozial-medial ausgeschlachtet wird, ist das noch widerlicher.

Gegen diese Form des Terrors hatte Facebook doch seine KI eingesetzt. Die filtert Terror-Propaganda raus. Dann bleibt das soziale Netzwerk sauber.

So die Theorie von Facebook.

Funktioniert jedoch nicht, hat sich jetzt nach dem Attentat in Christchurch gezeigt, denn ein solcher Algorithmus muss trainiert werden – mit sehr großen Datenmengen.

“Um das zu erreichen, müssen wir unsere Systeme erst mit großen Mengen von Daten von genau solchen Inhalten versorgen – was schwierig ist, da solche Ereignisse dankenswerterweise selten sind”

Guy Rosen, VP, Product Management (Facebook)

Und außerdem würde dann die ganze schöne Werbeflut ja nicht mehr bei den Useds von Facebook ankommen – wenn die Upload-Prüfer sich mit terroristischen Widerlichkeiten auseinandersetzen würden.

“Wenn unsere Systeme zum Beispiel bei tausenden Stunden von Livestreams aus Videospielen Alarm schlagen würden, könnten unsere Prüfer die wichtigen Videos aus der realen Welt verpassen”

Guy Rosen, VP, Product Management (Facebook)

Zynisch, aber ehrlich. Zeigt doch endlich mal wieder klar die Priorität von Facebook: Es ist ein Werbenetzwerk, kein Nachrichtenkanal.

Deswegen: Raus, so schnell ihr könnt!

2FA ist ja was Gutes…

…solange dieses Verfahren (Zwei-Faktor-Authentisierung) auch wirklich nur zur Absicherung eines Kontos verwendet wird!

Nun, Facebook sieht das mal wieder etwas anders. So hat das Technik-Blog Gizmodo bereits im November 2018 herausgefunden, dass Facebook die – einzig für Sicherheitszwecke hinterlegte zweite Telefonnummer – ebenfalls an Werbetreibende verkauft hat.

Achja, seufz, was soll ich da noch sagen. Wer halt immer noch bei Facebook ist, weiß eben, wie man feiert – und dabei seine Daten und digitale Identität verspielt.

Ach – und wo ich gerade bei “Daten verspielt” bin – hat Facebook letzten Monat doch behauptet, dass durch die mittlerweile aus den Stores verbannte Datenabsauge-App Onavo Daten von “nur” 5% minderjährigen Nutzern gesammelt wurden – hat sich jetzt doch herausgestellt, dass es doch 18% minderjährige Nutzer waren. Bedauerlicher Fehler.

Also, wer Facebook jetzt auch nur noch eine Aussage glaubt, ist wirklich unerschütterlich in seinem Glauben an das Gute, Wahre, Schöne.

Ist doch seit heute Fastenzeit: Wie wäre es denn mal mit Social-Media-Fasten (Facebook ist mehr als Facebook – WhatsApp und Instagram bitte auch!)? Dann kann man mal sehen, dass es auch noch ein echtes Leben im Virtuellen gibt.

Like it or not – it’s the f Word

Nicht, dass ich großes Mitleid mit dem blauen f habe, aber dieses Jahr läuft es richtig mies für Facebook – recht so.

Nun hat einer der Generalanwälte am EuGH, Michal Bobek, in seiner Schlusserklärung klar gemacht, dass ein Websitebetreiber, der einen Facebook-Like-Button auf seiner Site einbindet, mitverantwortlich für den Datenschutz der Website-Besucher ist – recht so.

Damit wird das elende Getracke durch diese datensaugende Plattform hoffentlich deutlich eingedämmt – schön wärs.

Updaten? Nee, wechseln!

Sicherheitslücken wird es immer geben – aber manchmal sollten wir diese zum Anlass nehmen, das sicherheitsdurchlöcherte Produkt zu wechseln: In diesem Fall – WhatsApp.

Die Lücke, die es durch einen Videoanruf bei einem WhatsApp-Kontakt ermöglichte, dessen Endgerät zu übernehmen, ist zwar mittlerweile gefixt, aber wer nicht updatet ist weiterhin bedroht.

Und außerdem will ich diesen Bug dazu nutzen, euch mal wieder zum Messenger-Wechsel aufzurufen.

Es gibt genug Alternativen da draußen – und die sind alle besser, als bei der Datenkrake WhatsApp/Facebook zu bleiben!

Also, habe Mut, dich eines anderen Messengers zu bedienen!

50 Millionen Gründe, Facebook zu verlassen

So, is jetzt endlich genug?
50 Millionen Konten bei Facebook wurden letzte Woche bei Facebook gehackt.
Aber laut Facebook is ja nix weggekommen.
Also, keine Kreditkartendaten, sagt Facebook. Aber eben alles andere.
Ach, und tun braucht man jetzt auch nicht, so als Datendiebstahlsopfer, sagt Facebook.
Oh, das sehe ich ganz anders.
Ganz schnell handeln sollte man jetzt:
Die digitalen Beine in die Hand und schnell von Facebook weglaufen, das sollte man (spätestens) jetzt tun.

Seiten-Insights – Verantwortlichkeits-Ping-Pong bei Facebook

So, da hat Facebook doch zügig auf das Urteil des EuGH reagiert:
Jetzt sind wir also alle (also alle sind in diesem Fall die Useds bei Facebook) in einem Boot – und damit gemeinsam für den Datenirrsinn bei Facebook verantwortlich.
Facebook hat seine Datenschutzrichtlinien so angepasst, dass jetzt Facebook und seine Nutzer Useds gemeinsam verantwortlich sind.
Toller Schritt.
Nene, is zwar unsere Plattform, aber du bist verantwortlich, was wir mit den Daten der Besucher deiner Seite auf unserer Plattform machen – wovon du ja gar nichts weisst.
Ich könnt kotzen.
Leute, geht einfach wo anders hin. Es muss nicht immer Facebook sein.